Iri al enhavo

11-12-jaraĝaj lernejanoj

Metodaj rimarkoj

1. Difino de la nocio

Füllen Sie gemeinsam mit den SchülerInnen den Begriff Cybermobbing mit Leben. Schreiben Sie dafür den Begriff in die Mitte der Tafel und sammeln Sie schlagkräftige Aussagen Ihrer Schüler mind-map-artig um den Begriff.

Was fällt euch zum Begriff Cybermobbing ein? Was bedeutet Cybermobbing?

2. Diferenco inter ĉikano kaj reta ĉikano

Sekve desegnu vertikalan linion inter la vortojn "Reta" kaj "ĉikano". Nun ekspliku diferencojn inter la nocioj ĉikano kaj reta ĉikano. Listigu ankaŭ la komunajn trajtojn.

Helpaj demandoj:

  • Per kio la "normala" ĉikano diferenciĝas de la reta ĉikano?
  • Ĉu ili havas iun komunan econ?
  • Ĉu unu formo estas pli malbona ol la dua?

Ĉikano

  • ĝi ekzistis ekde ĉiam, sed ambaŭ flankoj staris rekte unu kontraŭ la alia (vid-al-vide)
  • la viktimo ankaŭ la atakanto estas klare difinitaj
  • inter la viktimo kaj atakanto ekestas korpa kaj/aŭ psika malekvilibro
  • la aro da partoprenantoj estas limigita
  • ĉi tie okazas "ripozpaŭzoj" (ekz. hejmo, ekster la lernejo)
  • eblas rekte vidi reagojn de la viktimo

Reta ĉikano

  • relative nova fenomeno, kondiĉita per subita rapida disvastiĝo de la novaj amaskomunikiloj
  • tiu ĉi ĉikanado ne okazas vid-al-vide, sed per modernaj komunikiloj (interreto aŭ poŝtelefono)
  • vere simpla, rapida kaj vasta disvastigado de informoj
  • ni ne havas trarigardon pri la kvanto de partoprenantoj
  • ĝi ne finiĝas antaŭ la pordo de la domo, sed ĝi postsekvas la viktimon ĝis ties lito
  • la datumoj, kiujn ni iam publikigas en la reto, povas resti tie konservitaj por ĉiam
  • la atakanto povas agi anonime
  • ne eblas rekte vidi reagojn de la viktimo
  • nek la viktimo vidas la atakanton, pro tio li ne povas prijuĝi ĉu ne temas pri nura eraro (ekz. la kazo kiam la atakanto ne celis atingi lavangon da komentoj per la sendita foto)

Komunaj trajtoj

  • pli longa daŭrado
  • plej ofte intenca ofendado, malkovrado de privataj informoj, minacado ktp.
  • la viktimo kaj la atakanto ofte konas unu la alian
  • el komenca kverelo kutime evoluas pli serioza problemo (ofte la bazo estas interhomaj konfliktoj/diferencoj)
  • por la atakanto estas la viktimo rimedo por ellasi sian agresemon ("mi estas ĉefo ĉi tie")
  • la observantoj ofte ne intervenas pro la timo ke ili mem iĝos viktimo, aŭ ili ne scias kiel ĝuste reagi, aŭ ili sentas sin nepartoprenantaj (ili prefere rigardas en alian direkton)
  • eblaj sekvoj por la viktimo: timo venadi en lernejon, dormoperturboj, malaltigita memfido, ideoj kaj event. ankaŭ provo memmortigi sin

Daŭrigo de: www.jugend-und-bildung.de (S. 6-7)

3. Ekzemploj de reta ĉikano

Demandu la lernantojn, ĉu ili konas ekzemplojn el sia proksima ĉirkaŭaĵo. Ĉu inter viaj amikoj/konatoj estas iu tia (ekz. en klaso, lernejo)?

Demandu ankaŭ, ĉu ili konas iun kazon el amaskomunikiloj (ekz. la kazon de la 15-jara kanadanino Amanda Todd).

Post tio venu al la rakonto, reago de aliaj kaj sentoj de partoprenintoj.

4. La etapo 1 - Agokompetencoj de viktimoj kaj spektantoj

Bitte nutzen sie das folgende Arbeitsblatt.

Aussagen zum Thema Cybermobbing

Anleitung zur ‚Diskussionsübung‘:

Alle SchülerInnen stellen sich in einem ‚geräumten‘ Raum mitten im Klassenraum auf. Die Lehrkraft zieht eine Linie (imaginär, mit Hilfe eines Kreppbandes oder als Seil). Die SchülerInnen bekommen die Aufgabe, sich zu jeder Aussage, die die Lehrkraft trifft „Position“ beziehen. Das bedeutet, sie sollen sich entscheiden und auf eine der beiden Seiten der Linie stellen:

  • Die eine Seite ist die Seite, die JA zu dieser Aussage sagt – also zustimmt.
  • Die andere Seite ist die Seite, die NEIN zu dieser Aussage sagt – also der Aussage nicht zustimmt

Wenn die Seiten gewählt sind, wird diskutiert. Die Lehrkraft fordert die SchülerInnen auf, ihre Wahl der Seite zu begründen und evtl. SchülerInnen der anderen Seite zu ‚gewinnen‘ / die Seite zu wechseln. Nach ausreichender Diskussionszeit löst die Lehrkraft die Diskussionsrunde zu einer Aussage auf und kommt zur nächsten Aussage bzw. zum Ende der Diskussion.

Ziel der Diskussion dieser Aussagen ist es, Handlungsmöglichkeiten im Fall von Cybermobbing für Betroffene und Bystander zu entwickeln.

Welche Aussage ist für dich richtig?

  1. Auf eine blöde, beleidigende Nachricht reagiere ich aufgebracht und beleidige gleich zurück.
  2. Eine freche, diskriminierende Nachricht lösche ich gleich.
  3. Ich rede mit niemandem über die Attacken, die ich übers Netz bekomme.
  4. Meine Privateinstellungen sind mir nicht so wichtig.
  5. Ich sperre die, die mich belästigen und beleidigen.
  6. Ich laufe nicht zum Lehrer, wenn ich von anderen weiss, dass sie gemobbt werden.
  7. Andere Opfer sollen selbst sehen, wie sie klar kommen.
  8. Ich kenne die Rechte im Internet – zum Beispiel an meinem Bild.
  9. Ich vertraue mir und weiß, dass der oder die Täter selbst schwach sind und viele Probleme haben.
  10. Ich wende mich an meine Eltern, meine Lehrer oder andere Erwachsene.
  11. Ich wende mich nur an meine besten Freunde, wenn ich Opfer von Cybermobbing werde.
  12. Ich kenne die Adressen, an die ich mich wenden kann.

5. Jura vidpunkto

Sprechen Sie die rechtliche Situation in Ihrem Land an. In der Regel gibt es kein Gesetz, das Cybermobbing an sich unter Strafe stellt. Es können aber Teilaspekte des Cyber-mobbing vom Gesetz her unter Strafe stehen (z.B. die Erpressung).

Die rechtliche Situation in Deutschland (Hintergrundinformationen):

Was sagt das deutsche Gesetz?

Derzeit gibt es noch kein Gesetz, das Cybermobbing als Tatbestand direkt bestraft. Das bedeutet aber nicht, dass es keine rechtlichen Konsequenzen für dieses Handeln gibt. Einzelne Aspekte der verschiedenen Cybermobbing-Handlungen bieten die Möglichkeit, rechtliche Maßnahmen zu ergreifen. Dazu muss aber im Vorfeld geklärt werden, ob das Mobbing öffentlich oder geschlossen stattfindet.

öffentlich

  • Videos und/oder Bilder werden ohne Zustimmung des Betroffenen veröffentlicht
    → Verletzung des Persönlichkeitsrechts und des Rechts am eigenen Bild
  • Beleidigungen oder Verbreitung von Lügen in Sozialen Netzwerken, Foren usw.
    → Unterlassungsanspruch geltend machen oder Strafanzeige wegen Verleumdung/übler Nachrede stellen

geschlossen

  • Anhaltende Beleidigungen/Belästigungen über E-Mails, Instant Messenger oder SMS
    → hier kann unter Umständen das Anti-Stalking-Gesetz in Kraft treten.

Allgemein gilt:

Drohung, Erpressung oder Nötigung sind Straftaten! Es spielt dabei keine Rolle, welches Medium dafür eingesetzt wird und ob es öffentlich oder geschlossen stattfindet. Diese Vorfälle sollten unverzüglich den Eltern, Lehrern und v.a. der Polizei gemeldet werden.

Daŭrigo de: www.klicksafe.de

Fragen Sie zunächst Ihre SchülerInnen, nach ihren Vermutungen zu rechtlichen Konsequenzen, die Cybermobbing nach sich ziehen kann. Anschließend können Sie anhand des nachfolgenden Arbeitsblattes die SchülerInnen in Form von Gruppenarbeit das Thema aufarbeiten lassen.

Jura vidpunkto pri la temo de reta ĉikano en Germanio

Was sagt das deutsche Gesetz?

Zwar wird Cybermobbing an sich bisher noch nicht als konkreter Straftatbestand geführt, dennoch können gegen derartige Handlungen rechtliche Maßnahmen ergriffen werden:

  • Ohne Zustimmung veröffentlichte Videos oder Bilder verletzen das Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild (auch "Bildnisrecht"). Gegen die Veröffentlichung kann somit vorgegangen werden (z. B. per Unterlassungsklage bzw. einstweiliger Verfügung, siehe dazu unten).
  • Wenn Unwahrheiten verbreitet oder Beleidigungen ausgesprochen werden – z.B. in sozialen Netzwerken oder per E-Mail – kann ebenfalls ein Unterlassungsanspruch geltend gemacht werden. Möglich ist außerdem die Erstattung einer Strafanzeige wegen Verleumdung bzw. übler Nachrede (siehe dazu unten).
  • Wer per E-Mail, Instant Messenger oder SMS fortlaufend beleidigt oder belästigt wird, kann sich unter Umständen auf das Anti-Stalking-Gesetz berufen.

Wenn so genannte "Cyber-Bullys", also Täterinnen oder Täter, ihre Mobbing-Aktionen weder nach informeller Aufforderung noch per Abmahnung unter Angabe von Fristen unterlassen, können Leidtragende über ein Zivilverfahren ihre Rechte durchsetzen.

Zivilrechtliche Möglichkeiten gegen Cybermobbing

Eine Unterlassungsklage dient dazu, einen Cyber-Bully per Gerichtsurteil zur Erfüllung der in einer Abmahnung aufgestellten Forderungen zu bringen. Gibt das Gericht der Klage statt und wird das Urteil rechtskräftig, drohen empfindliche Folgen, wenn Täterin oder Täter das abgemahnte Verhalten nicht ändert.

Einstweilige Verfügungen sind eine Art Schnellverfahren – gedacht für eilige Notfälle. Möglich ist der entsprechende Gerichtsantrag daher nur innerhalb einer bestimmten Zeit, nachdem man von der Rechtsverletzung erfahren hat (bei manchen Gerichten vier Wochen, bei anderen bis zu drei Monaten).

Die einstweilige Verfügung hat im Vergleich zur zivilrechtlichen Klage erhebliche Vorteile: Sie kann innerhalb von wenigen Wochen durchgesetzt werden und damit die Cyber-Attacke beenden.

Strafrechtliche Möglichkeiten gegen Cybermobbing

Die schlimmsten Formen von Cyber-Bullying können ein Fall für eine Strafanzeige sein – unter Umständen parallel zu zivilrechtlichen Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise Fälle, in denen Opfern ernsthaft körperliche Gewalt angedroht wird. Strafrechtlich nennt sich das "Bedrohung" und ist verboten.

Ebenfalls strafbar ist es, wenn das Bullying-Opfer unter starkem Druck zu irgendetwas gezwungen werden soll. Hier besteht der Straftatbestand der "Nötigung".

Geregelt wird das im Deutschen Gesetz:

  • § 201a StGB „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“
  • § 185 StGB „Beleidigung“
  • § 186 StGB „Üble Nachrede“
  • §187 StGB „Verleumdung“
  • § 238 StGB „Nachstellung“
  • § 131 StGB „Gewaltdarstellung“
  • § 22 KustUrhG „Recht am eigenen Bild“

6. Demandaro

Fine de la instruhoro plenigu la lernantoj jenan anoniman demandaron. Gardu ke ili respondu memstare kaj sen "helpo" de aliaj samklasanoj. Kolektu la plenigitajn demandarojn.

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