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Begriffsdefinitionen

Sexting

Der Begriff Sexting beschreibt die Weitergabe von Bildern/Fotos auf denen der eigene Körper oder die Darstellung eines anderen in erotischen Posen oder mit freizügigen sexuellen Darstellungen zu sehen sind. Diese Fotos werden meist per Mobiltelefon oder Laptop in sozialen Netzwerken weitergegeben. Diese Bilder werden ofmals zunächst privat fotografiert und dann aus verschiedenen Gründen anderen zugängig gemacht. Z.B. kann es als besonderer „Liebesbeweis” angesehen werden, wenn erotische Bilder dem Partner zugeschickt werden.

Teilweise sollten diese Bilder die eigene Person aufwerten oder den Eindruck sexueller Reife vermitteln. Dabei verlieren die Jugendlichen aus dem Auge, dass sie keine Kontrolle darüber haben, wer die Bilder ansehen kann. Und dass Bilder die, in den sozialen Netzwerken kursieren nicht vollständig gelöscht werden können. Das hat z.T. dramatische Auswirkungen, da die persönlichen Schamgrenzen der Jugendlichen immer und immer wieder verletzt werden.

Posing

Kinder und Jugendliche zeigen sich in sozialen Netzwerken in aufreizenden, oft sexuell attraktiven Posen . Sie stellen sich mit Fotos, Filmen und Beiträgen dar, mit dem Ziel besonders attraktiv und (sexuell) reifer zu wirken. Dazu nutzen sie oftmals neben den „klassischen“ Mitteln, wie Make up und Kleidung auch technische Hilfsmittel (Fotobearbeitungsprogramme, musikalische Untermalungen etc.).

Grooming

Auch Cyber-Grooming (übers.: sinngemäß Internet-Anbahnung).

Mit dem Begriff wird das gezielte Ansprechen von Personen -mit dem Ziel einen sexuellen Kontakt zu beginnen- bezeichnet. Häufig sind hiervon besonders Kinder und Jugendliche betroffen. Es wird zunächst oft arglos Vertrauen aufgebaut, um dann Kontakt aufzunehmen. Hierbei werden von Erwachsenen falsche Namen, Altersangaben und andere falsche persönlichen Informationen genutzt um das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen zu erlangen. Es ist eine besondere Form der sexuellen Belästigung, der oft Straftaten wie kinderpornografische Aufnahmen und sexueller Missbrauch folgen können.

Happy Slapping

Begann ursprünglich als Freizeitspaß unter britischen Jugendlichen, muss nicht zwangsläufig mit Cybermobbing einhergehen, findet jedoch vielfach gemeinsam Anwendung. Heute sind als Happy Slapping körperliche Angriffe gegen unbekannte Passanten oder Mitschüler, seltener auch Lehrer, zusammengefasst, die gefilmt und öffentlich in Internetportalen zugänglich gemacht werden. Die Angriffe erstrecken sich bis hin zum Verprügeln bis zur Bewusstlosigkeit oder zur Vergewaltigung des Opfers. Im schulischen Kontext sind vor allem psychische und verbale Formen des Happy Slappings bedeutsam und weisen eine immer stärkere Normalisierung auf. Happy Slapping ist eigentlich eine Verbindung zwischen klassischem Mobbing mit Cybermobbing. Das Opfer muss also neben der erlebten Gewalt auch noch mit Scham und Demütigung kämpfen. Bei dieser Art des Cybermobbings erweist sich die Strafverfolgung meist als leicht, da die Täter selber belastendes Beweismaterial produzieren und zugänglich machen.

Cyberstalking

Als Cyberstalking wird fortwährendes Verfolgen einer Person im virtuellen Raum bezeichnet. Oft ist es mit Belästigung und Bedrohungen mit Hilfe des Internets verbunden. In vielen Ländern gilt Stalking/Cyberstalking als Straftat.

Cyberstalking kommt in unterschiedlichen Formen vor:

  • Versenden von Spam-E-Mails, Viren
  • wiederholende Belästigung durch anonyme Telefonanrufe, unerwünschte SMS, Nachrichten über Chat
  • Ausspionieren über soziale Netzwerke
  • Kontaktaufnahme mit Freunden und Verwandten der betroffenen Person über Internet, SMS usw.
  • Veröffentlichung von Webseiten mit Bildern und persönlichen Daten des Opfers

Die Ursachen und Motive sind ebenso unterschiedlich – von unerfüllter Liebe, über Neid bis zu starken negativen Gefühlen, wie z.B. Hass. Der Stalker ist häufig eine dem Opfer bekannte Person: der Ex-Partner, ein abgewiesener Verehrer, ein Arbeitskollege oder ein Bekannter. Es kann aber auch ein Fremder sein.

Denigration

Denigration (Anschwärzung, Verunglimpfung) ist die beabsichtige Verbreitung von üblen Gerüchten über das Opfer. Werden dazu die modernen Medien genutzt, z.B. das Internet oder andere elektronische Kommunikationsmittel, gilt das Verhalten als eine Form des Cybermobbings. Darunter fallen Verbreitung von unwahren, gemeinen und grausamen Nachrichten, bzw. Fotos/Videos, Versand oder Posten falscher bzw. beleidigender Aussagen und Verleumdungen über eine Person in sozialen Netzwerken. Das Ziel des Täters ist meist den Ruf des Opfers zu schädigen, Freundschaften und Beziehungen des Opfers zu zerstören. Zu möglichen Motiven gehört z.B. Eifersucht, Rache am Ex-Partner usw. Studien zufolge kommt diese Form des Cybermobbings hauptsächlich bei Mädchen vor.

Psychologen machen gerade in diesem Zusammenhang auf den sogenannten Online-Enthemmungseffekt aufmerksam. In der Anonymität des Internets muss der Täter seinem Opfer nicht in die Augen blicken, eine unmittelbare Rückmeldung für das eigene Verhalten bleibt (zunächst) aus und in der Folge auch das Bewusstsein und Empfinden für das mögliche Ausmaß und die Qualität der Verletzung der Betroffenen. Es ist also einfacher, Unwahrheiten zu äußern oder negatives über andere Menschen zu verbreiten, wenn der Kontakt über das Internet stattfindet. Wird ein Kind zum Opfer des Anschwärzens durch Mitschüler*innen, leidet das Kind auch nach dem Heimkommen, weil die Angriffe weder zeitlich, noch örtlich begrenzt sind. Außerdem ist es schwer, sich dagegen zu wehren, weil die Unwahrheiten im Internet extrem schnell verbreitet werden, nach kurzer Zeit wird es unmöglich, alle Verleumdungen aus sozialen Netzwerken zu löschen.

Outing

Outing und Trickery ist eine Methode der Bloßstellung, die mit Hilfe der Vorgabe falscher Tatsachen geschieht. Täter nutzen hier das Vertrauen des Opfers aus und geben private Kommunikation vor. Haben sie sich genug Vertrauen erschlichen, werden intime Details über das Opfer veröffentlicht, wie Emails, geschriebene Konversationen oder private Bilder. Die Veröffentlichung der vertraulichen Informationen kann im besten Fall nur peinlich sein, ernst wird es jedoch, wenn sie auch schwerwiegendere Folgen mit sich ziehen. Beispielsweise könnten negative Aussagen über wichtige Personen wie Vorgesetzte nach außen dringen oder die eigene Homosexualität bzw. private Details geoutet werden.

Flaming

Der Begriff Flaming beschreibt alle Arten von Beleidigungen, Beschimpfungen oder provozierenden Aussagen, die in öffentlichen Bereichen des Internets wie Foren oder Chats stattfinden. Meist sind diese Angriffe an niemanden spezifisch gerichtet, sondern zielen darauf ab, dass jemand darauf eingeht und vielleicht zurückpöbelt. Daraus können so genannte Flame-Wars entstehen, bei denen das eigentliche Thema einer Diskussion vergessen wird und nur noch unkonstruktive Beiträge gebracht werden. Es kann ein Fall von Cybermobbing sein, wenn immer wieder gezielt auf Beiträge anderer Personen mit Flaming reagiert wird oder die Beträge unter dem Flaming untergehen und ignoriert werden. Wichtig ist hierbei, dass für dieTäter theoretisch ein Publikum in Form von anderen Lesern existiert. Dadurch fühlen sich die Täter in ihrem Verhalten bestärkt, selbst, wenn Feedback ausbleibt oder überhaupt niemand die Beiträge liest. Flaming wird in den meisten Foren als Unsitte empfunden und von den Moderatoren meist mit einer Verwarnung geahndet. Flaming kann sich in bestimmten Foren, die nur schwach moderiert werden, mitunter schnell ausbreiten und die sonst themenbezogene Gesprächsatmosphäre belasten.

Besonders in der Game-Szene gibt es Flaming oder Flame-Wars häufig auch auf ironisch-humorvoller Ebene. Dies wird teilweise deutlich durch den Zusatz von Smileys oder Emoticons kenntlich gemacht, wird aber auch ohne diese Zusätze auf vielen Servern nicht als unmittelbare Störung empfunden, sondern als übliche Floskel kaum beachtet.

Exclusion

Exclusion (Ausschluss) ist die Ausgrenzung Einzelner aus einer Gruppe. Dafür ist es nicht entscheidend, ob es um eine Gruppe in der realen Welt geht (in der Schule, Sportvereinen, oder in Freundesgruppen) oder um eine Gruppe in sozialen Netzwerken oder in Onlinegames (z.B. Instant-Messenger Gruppen, Game-Bereich, Facebook Gruppen, Whats App Gruppen). Hierbei wird bewusst eine Person ausgeschlossen bzw. nicht in einen „internen“ Bereich aufgenommen. Oft kommt Ausgrenzung aus Kontakten in sozialen Netzwerken und Ignorieren in der Kommunikation in Chats und Foren vor. Zwischen Schüler*innen kommt es oft vor, dass die „populären" Mitschüler*innen andere überzeugen, damit sie mit den weniger beliebten Schüler*innen nicht mehr kommunizieren. (online oder persönlich).

Gruppenzugehörigkeit gehört zu sozialen Bedürfnissen jedes Menschen. Und die im Internet gepflegten Beziehungen werden für heutige Kinder und Jugendliche immer wichtiger, sogar wichtiger als ihre realen zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Ausgrenzung aus einer Gruppe ist besonders für Jugendliche sehr schwer zu ertragen und besonders schmerzhaft.

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